Institutionen

Foto: IASS/Rolf Schulten

Seit dem 01.01.2012 ist das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) teil der NaWis-Runde.

Wie kann unsere Gesellschaft in all ihren Facetten nachhaltiger werden? An Antworten auf diese Frage arbeiten Forschungsteams aus unterschiedlichen Disziplinen und Perspektiven am IASS. Die Abkürzung IASS stammt von der englischen Bezeichnung „Institute for Advanced Sustainability Studies“, was mit Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung übersetzt wurde. Dem Namen entsprechend ist der Forschungsansatz des Instituts transformativ, transdisziplinär und ko-kreativ. Dies bedeutet, ein gemeinsames Problemverständnis und mögliche Lösungsoptionen wird in Kooperation mit Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft entwickelt. So unterstützen die IASS-Teams Entscheidungsprozesse auf der lokalen, nationalen und internationalen Ebene, indem sie mögliche Pfade zur Nachhaltigkeit aufzeigen und Transformationsprozesse aktiv mitgestalten.

Zentrale Forschungsthemen sind die globale Nachhaltigkeitspolitik und neue Governance-Ansätze, vor allem in Bezug auf demokratische Institutionen und Willensbildungsprozesse, innovative Lösungen für die Energieversorgung der Zukunft, die nachhaltige Nutzung wichtiger Ressourcen sowie die Herausforderungen für unser Erdsystem durch Klimawandel und Luftverschmutzung. 

Der besondere transdisziplinäre Ansatz des IASS erfordert einen permanenten Austausch mit Wissenschaft, Politik, Kultur und Wirtschaft aus aller Welt. Daher arbeiten aus diesen Bereichen ausgewählte Fellows auf Einladung am Institut in Potsdam mit, um mit den Fachleuten vor Ort die komplexen Herausforderungen für eine nachhaltige Entwicklung zu bearbeiten. Deren Erfahrung, Wissen und Innovationspotenzial fließen in die Forschungstätigkeiten des Instituts ein und fördern die Entscheidungsfindung. Das IASS ist vergleichbar mit einem transdisziplinär arbeitenden Think Tank im Feld der Nachhaltigkeit, in welchem die ökologischen, ökonomischen und sozialen Dimensionen der Nachhaltigkeit integrativ berücksichtigt werden.



Die Leuphana Universität versteht sich als öffentliche Universität für die Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts. Ihr deutschlandweit einmaliges Studienmodell mit international üblichen Bachelor- und Masterabschlüssen, ausgewiesenen Forschungsschwerpunkten und einer engen Kooperation mit gesellschaftlichen wurde mehrfach ausgezeichnet. Kernbestandteile sind das College für das Erststudium, die Graduate School mit verzahnten Master- und Promotionsprogrammen sowie die Professional School für berufliche Weiterbildung und Wissenstransfer. Vier Wissenschaftsinitiativen prägen das fachliche Spektrum der Hochschule: Nachhaltigkeitsforschung, Bildungsforschung/Lehrerbildung, Management und unternehmerisches Handeln sowie Kulturforschung.

Zum 01. Oktober 2010 hat die Leuphana als erste deutsche Universität eine Fakultät Nachhaltigkeit eingerichtet. Als Träger der universitätsweiten Wissenschaftsinitiative Nachhaltigkeitsforschung beschäftigt sich die Fakultät mit Bedingungen und Chancen einer nachhaltigen Entwicklung. Die Fakultät verbindet dazu Human- und Naturwissenschaften mit derzeit etwa 25 Professuren aus den Disziplinen Chemie, Informatik, Kommunikation, Management, Ökologie, Philosophie, Planung, Politik, Psychologie, Recht, Technik und VWL. Transdiziplinarität kennzeichnet die Arbeitsweise der Fakultät in Forschung und Lehre.

Symbol der Neuausrichtung der Leuphana ist das geplante zukunftsweisende Zentralgebäude nach Entwürfen des international renommierten Architekten Daniel Libeskind. Mit einem Innovations-Inkubator stärkt die Universität Forschungs- und Wirtschaftspotenzial des Wissenschaftsstandorts Lüneburg. Der Inkubator ist derzeit europaweit das größte Regionalentwicklungsprojekt durch Wissenschaft. Es hat ein Volumen von rund 100 Millionen Euro und wird durch die Europäische Union gefördert.

An der Leuphana studieren 7.000 junge Menschen. Rund 450 der 800 Leuphana-Beschäftigten sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, davon 150 Professorinnen und Professoren.




Foto: HNEE | Wessollek

Die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) hat sich so klar wie nur wenige andere Hochschulen in Deutschland einer nachhaltigen Entwicklung verschrieben. Diese Schwerpunktsetzung hat auch historische Wurzeln, sie wurde 1830 als Höhere Forstlehranstalt gegründet. Dadurch hatte die Reflexion über die Wechselbeziehungen zwischen menschlichem Handeln und natürlichen Ressourcen von Beginn an eine zentrale Bedeutung. Ziel der HNEE ist es, in Lehre und Forschung Lösungen für eine Nachhaltigkeitstransformation zu entwickeln.

Um diesen Zielen zu entsprechen, liegt ein besonderer Fokus auf transdisziplinärer und transformativer Forschung zu den Handlungsfeldern Naturschutz, Waldwirtschaft, Ökolandbau, Wirtschaft, Holzbau, Tourismus und Anpassung an den Klimawandel. Entsprechend ihrer Forschungsstrategie ist die Forschung der HNEE als Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) anwendungsorientiert und knüpft verlässliche Netzwerke mit Praxispartner*innen. Eine disziplinenübergreifende Debattenkultur prägt Selbstverständnis und Anspruchshaltung der Hochschule und spiegelt sich in zahlreichen interdisziplinären Forschungskonzepten und -projekten wider. Eng verzahnt damit ist der Nachhaltigkeitstransfer der HNEE (vgl. Transferstrategie).

Entsprechend werden in Praxis-Hochschul-Kooperationen in Lehre und Forschung Nachhaltigkeitsfragen aus der Praxis bearbeitet, um konkrete Beiträge in der Gesellschaft zu leisten.

Ein zentrales Anliegen der HNEE ist die Ausbildung und Bildung engagierter Menschen, die wissenschaftlich fundiert und reflektiert in Beruf und Gesellschaft handeln und zu nachhaltiger Entwicklung beitragen können. In 6 Bachelorstudiengängen, 2 dualen Bachelorstudiengängen und 12 Masterstudiengängen werden Change Agents in den Fachbereichen Wald und Umwelt, Landschaftsnutzung und Naturschutz, Holzingenieurwesen und Nachhaltige Wirtschaft ausgebildet. 2.300 Studierende aus 57 Ländern und etwa 400 Beschäftigte, davon 66 Professorinnen und Professoren, lehren, forschen und arbeiten in einem breiten Fächerspektrum. Mit 11,4 Millionen Euro zählt die HNEE bei der Einwerbung von Drittmitteln (Stand 2021) zu den Spitzenreiterinnen in Brandenburgs Hochschullandschaft.




Foto: Universität Kassel, | Knut Wiarda

Die Universität Kassel ist geprägt durch einen in Deutschland vielschichtigen Verbund von Kompetenzen in den Bereichen Natur und Technik, Kultur und Gesellschaft. Das Fundament interdisziplinär entwickelter Innovation bilden starke Fachdisziplinen, deren Leistungsspektrum von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung reicht. Strategische Partnerschaften mit führenden Forschungsinstituten und Wissenschaftspartnern im In- und Ausland stärken ihre Position im nationalen und internationalen Wettbewerb. An der Universität Kassel studieren nahezu 25.000 Studierende, sie beschäftigt über 3.300 Menschen, davon knapp 300 Professorinnen und Professoren.

Umweltbezüge spielen seit der Gründung der Universität Kassel im Jahr 1971 eine wichtige Rolle. An ihr sind bereits jetzt über 120 Fachgebiete in unterschiedlicher Art und Weise mit Nachhaltigkeitsthemen befasst. Mehr als 40 % der Drittmittel der Universität stammen aus dem Nachhaltigkeitsbereich. Fast die Hälfte der Studierenden in Kassel befindet sich in einem der nachhaltigkeitsbezogenen Studiengänge. Damit nimmt die Universität Kassel bereits eine Spitzenposition in Sachen Nachhaltigkeitsforschung und –lehre ein.

Diese Position wird noch verstärkt durch das im Aufbau befindliche Kassel Institute for Sustainability. Dort werden bis zu 17 Professuren neu eingerichtet. Es werden nicht nur neue Studienangebote in deutscher und englischer Sprache geschaffen, sondern auch bestehende Studiengänge entlastet und qualitativ weiter verbessert. Die Nachhaltigkeitsziele der der Vereinten Nationen (die Sustainable Development Goals, SDGs) umfassen 17 Zielsetzungen, die weltweit zur Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökologischer, sozialer und ökonomischer Ebene beitragen sollen.




Das Wuppertal Institut ist ein weltweit führender Think Tank für eine impact- und anwendungsorientierte Nachhaltigkeitsforschung. Kernauftrag des 1991 gegründeten Wuppertal Instituts ist es, einen Beitrag dafür zu leisten, die globalen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darin, Transformationsprozesse für eine klimagerechte und ressourcenschonende Zukunft aufzuzeigen und aktiv mitzugestalten. Dafür erforschen und entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter anderem praxisnahe Leitbilder und Strategien für die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – auf lokaler Ebene, in Deutschland, in Europa und auf der ganzen Welt.

Mit seinem interdisziplinären Team von 250 Mitarbeitenden, seinem transdisziplinären und transformativen Forschungsansatz sowie seiner Einbindung in vielfältige wissenschaftliche Netzwerke ist das Institut dafür hervorragend aufgestellt. Das gemeinnützige Wuppertal Institut organisiert sich in 13 Forschungsbereichen innerhalb von vier Abteilungen. Das Institut erhält eine Grundfinanzierung vom Land Nordrhein-Westfalen, das auch alleiniger Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH ist, finanziert sich aber überwiegend aus Drittmitteln.

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